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Die
heutige Einweihung des Henry-Dunant-Hauses ist ein Meilenstein in
der Geschichte des Roten Kreuzes in Siegen-Wittgenstein.
Bereits am
06. April 1977 schrieb der damalige Kreisgeschäftsführer Fritz
Saßmannshausen in einem Brief an den DRK-Landesverband
Westfalen-Lippe e.V., dass „ein Neubau unserer Kreisgeschäftsstelle
unbedingt erforderlich ist“.
Fast 32 Jahre
später- am 16.03.2009 – erfolgte der Spatenstich, um das umzusetzen,
was Fritz Saßmannshausen bereits 1977 als „unbedingt erforderlich“
bezeichnete. Am 1. August 2009 konnte der Umzug in die fast
fertiggestellten neuen Räumlichkeiten beginnen.
Nun kann die
Rotkreuzfamilie noch enger zusammenrücken. Die besonderen Stärken
des DRK-Kreisverbandes, Zusammenhalt, gegenseitiges Vertrauen und
partnerschaftliches Zusammenarbeiten aller Beteiligten, können nun
im Henry-Dunant-Haus weiter ausgebaut werden.
Hierzu wurde
die ehemalige Bismarckschule und der ehemalige Hochbunker von der
Stadt Siegen erworben. Die 1912 erbaute damalige „Wilhelm- und
Augustaschule“ wurde 1941 in „Bismarckschule“ umbenannt. Um 1933
entstand der Hochbunker in unmittelbarer Nachbarschaft zur Schule.
Nach dem Krieg wurde dann der Tiefbunker mit einer Erweiterung der
Schule, überbaut. Bis
zuletzt nutzte die VHS Siegen die Räumlichkeiten. Durch den Umzug
der VHS ins Krönchen-Center, konnte das Gebäude letztendlich von der
Stadt Siegen erworben werden.
Möglich
wurde das Großprojekt allerdings nur durch den Verkaufserlös der
eigenen Häuser an der Koblenzer Straße sowie der Parkstraße, eigenen
Rücklagen und Zuschüsse von der Stiftung Wohlfahrtspflege, der
Glücksspirale und der ARD-Fernsehlotterie.
Einen
erheblichen Anteil an der Entscheidung für den Umbau und Umzug
hatten drei Erbschaften, die uns Fritz-Burgmann, Erich Ohrendorf und
Marta und Maria Grubert zukommen ließen. Dies geschah wegen der
jeweils besonders guten Erfahrung mit der Arbeit des Roten Kreuzes
in und nach den Kriegsjahren.
Um das
Andenken an diese Personen zu bewahren, gibt es nun im
Henry-Dunant-Haus ein Fritz-Burgmann-Zimmer, einen Grubert-Saal und
einen Erich-Ohrendorf-Saal.
Insgesamt
stehen jetzt vier mit modernster Medientechnik versehene Lehrsäle,
Aufenthaltsräume für Seminarteilnehmer und Mitarbeiter, ein
barrierefreier Zugang mittels Aufzug zu allen Etagen im Gebäude,
Behindertengerechte WC-Anlagen, ein Zubereitungsraum und Kühlraum
für Essen auf Rädern, Lager – und Desinfektionsmöglichkeiten für
Ausbildungsmaterial und vieles mehr zur Verfügung, um die Aufgaben
des Roten Kreuzes noch besser zu erfüllen.
Besonders sei auch das neue KoKoS-Center (Kontakt-, Koordinations-
und Service-Center) erwähnt. Neben kundenfreundlichen Öffnungszeiten
von Mo-Fr in der Zeit von 7:30 bis 18.00 Uhr, konnte eine lang
geplante Neuausrichtung umgesetzt werden. Der DRK-Kreisverband soll
nicht nur Geschäftsstelle sein, sondern auch ein Service-Zentrum für
Hilfsleistungen jeglicher Art. Wir haben nun mit der
Neuausrichtung die Möglichkeit, den Rotkreuzgedanken „Menschen
alleine nach dem Maß ihrer Not zu helfen“ bestmöglich umzusetzen.
Heute unterstützen in Siegen-Wittgenstein fast
1500 ehrenamtliche Rotkreuzmitarbeiterinnen und Rotkreuzmitarbeiter,
fast 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagiert und
professionell, die vielfältige Arbeit der Hilfsorganisation und des
Wohlfahrtsverbandes.
Besonders liegt uns ein weiterer Ausbau der
Integrationsarbeit in Siegen-Wittgenstein am Herzen. Einen Anfang
haben wir mit Blutspendeterminen, Krebsvorsorgeseminaren und
Seniorengymnastikgruppen für muslimische Mitbürgerinnen und
Mitbürger bereits geschafft.
Die
umfangreichen sozialen Angebote des Roten Kreuzes könnten aber nicht
durchgeführt werden, wenn es nicht die vielen Fördermitglieder und
Spender geben würde, die die Arbeit des Roten Kreuzes unterstützen.
Wir sind stolz, dass zurzeit fast 19.000 Bürgerinnen und Bürger in
Siegen-Wittgenstein das Rote Kreuz regelmäßig mit Geldspenden
unterstützen.
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