Altkleider- Fragen und Antworten

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Was macht das DRK mit alten Kleidern?

Gut erhaltene, noch tragbare Kleidung wandert in einen der Kleiderläden des DRK. Hier sind Tausende ehrenamtliche Helfer damit beschäftigt, die Kleider zu sortieren und sie an Bedürftige weiterzugeben. Rund zehn Prozent der noch tragbaren Kleidung finden pro Jahr auf diese Weise ihre neuen Besitzer, sozial schwache, bedürftige Bürger. Insgesamt versorgt das DRK jährlich über zwei Millionen Menschen.

Viele Bürger schaffen regelmäßig Platz für neue Mode in ihren Kleiderschränken. Entsprechend hoch ist demzufolge auch der deutsche Kleiderberg nicht mehr genutzter Textilien von  jährlich über einer Millionen Tonnen. Davon erhält das DRK mehr gut erhaltene und tragbare Kleidung, als über die Kleiderläden weitergegeben werden kann. Diese Ware wird deshalb an Vertragspartner verkauft.

Deshalb wird auch beschädigte Ware, deren Reparatur zu aufwändig wäre, entgegengenommen. Recyclingfirmen stellen aus diesen wertvollen Rohstoffen Materialien her, die zur Produktion neuer Waren verwendet werden, wie zum Beispiel Material zur Schall- und Wärmedämmung, Türverkleidungen, Teppichböden und Hutablagen für Autos. Damit leistet das Rote Kreuz einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Jede Tonne Alttextilien im  Müll ist eine Tonne zu viel!

Wozu braucht das DRK die Erlöse?

Die Erlöse aus den Kleidersammlungen sind eine sehr wichtige Finanzierungsquelle für die Arbeit des DRK. Diese werden – nach Abzug von Steuern – verwendet zum Beispiel für:

  • Kinder und Jugendlichen im Jugendrotkreuz
  • Seniorenarbeit
  • Unterstützung für Menschen mit Behinderungen
  • Katastrophenopfer im In- und Ausland
  • Unterstützung von sozial Schwachen, Flüchtlingen und Asylbewerbern
  •  Die Ausrüstung von Sanitätshelfern auf Sportplätzen bei Veranstaltungen

Auch die Unterhaltung und Betreuung der Kleiderläden wird aus diesen Erlösen     finanziert. Außerdem werden mitunter Hilfstransporte in Katastrophengebieten ermöglicht.

Welche alten Textilien werden gesammelt?

Das DRK kann viel mehr gebrauchen als allgemein angenommen wird. Neben tragbarer oder beschädigter Oberkleidung und Unterwäsche sind dies auch Textilien wie Handtücher, Badetücher, Bettzeug und Schuhe.  Besonders wichtig sind Kinderkleidung und Kinderschuhe, denn die Nachfrage in den in den DRK – Kleiderläden ist sehr groß.

Welche Kleider eignen sich nicht?

Für die Weiterverwendung ungeeignet sind:

  • Stark verschmutzte Kleidung, zum Beispiel durch Farb- und Klebstoffe oder Öle verunreinigte, feuchte oder nasse Textilien, einzelne Schuhe.

Was haben Altkleider mit Arbeitsplätzen in der Dritten Welt zu tun?

Häufig und immer wiederkehrender Kritikpunkt in den Medien ist, dass durch den Verkauf von Altkleidern in die Dritte Welt Arbeitsplätze gefährdet werden.

Tatsache ist jedoch:

  • In der Regel kann die einheimische Textilindustrie den tatsächlichen wachsenden Bedarf nicht decken.
  • Die Zahl derer, die vom Gebrauchtkleidermarkt leben, ist weit höher als die der Arbeitsmöglichkeiten vor Ort.
  • Für die Bevölkerung vieler Länder, in denen die Wirtschaft durch Bürgerkriege, Naturkatastrophen und Misswirtschaft am Boden liegt, ist der Import von Gebrauchtkleidung unerlässlich.

Wohin mit alten Kleidern?


Nähere Informationen Bernd Günther 02 71/3 37 16-0
 oder per E-Mail Bernd Günther